Kürbisbrei

Perfekt für den Beikoststart

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Kürbisbrei Baby

Kürbis ist neben Karotte und Pastinake wohl eine der beliebtesten Gemüsesorten für die Beikost in Deutschland. Vor allem zum Beikoststart wird er gerne benutzt. Wie du ganz einfach frischen Kürbisbrei für dein Baby herstellen kannst, verrate ich dir im folgenden Post.

1. Ist Kürbis für Babys geeignet?

Ja, Kürbis ist sehr gut bekömmlich und leicht verdaulich. Durch den leicht süßlichen Geschmack wird er von Babys meist auch sehr gut angenommen. Nicht nur das, Kürbis ist auch noch ein guter Lieferant unter anderem für Betacarotin, Magnesium, Eisen und Vitamin C.

Du möchtest nicht nur wissen wie man Kürbisbrei herstellt, sondern interessierst dich auch für Baby Led Weaning oder Fingerfood für Babys? Schau mal hier: Kürbis für dein Baby? So geht’s!

2. Ab wann kann ich Kürbisbrei anbieten?

Durch die bereits erwähnte gute Bekömmlichkeit kannst du Kürbis bereits ab Beikoststart anbieten. Aber auch weiter in die Beikostzeit hinein macht sich Kürbis sehr gut (z.B. im Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei oder als Fingerfood).

Kürbisbrei erster Brei

3. Wie viel Kürbisbrei sollte mein Kind essen?

Hier gilt dieselbe Regel wie bei allen anderen Breien oder Lebensmitteln auch:

Du bietest an, dein Kind entscheidet wie viel es isst.

Es gibt kein Minimum oder Maximum an Brei, der unbedingt gegessen werden muss. Wundere dich nicht, wenn sich vor allem anfangs die Menge auf nur wenige Löffel beschränkt. Für die Kleinen ist festes Essen erstmal neu und muss erkundet werden, der kindliche Körper muss sich darauf einstellen, nachdem das einzige bisherige Nahrungsmittel Mutter- oder Pre-Milch war. Mit der Zeit steigert sich die Menge meist von ganz alleine.

Auch wenn durch Breirezepte und Gläschen oft der Eindruck entsteht, dass ein Baby 200g Brei essen müsste, ist das nicht der Fall. Der Magen eines beikostreifen Babys (ca. 6 Monate) ist in etwa so groß wie sein/ihr Fäustchen. Der kindliche Körper ist also gar nicht auf so große Portionen ausgelegt. Beikost ist zwar sehr wichtig und sollte einem beikostreifen Baby auch nicht verwehrt werden. Muttermilch (oder Pre-Milch) spielt aber das gesamte erste Jahr die Hauptrolle in der Ernährung deines Babys.

4. Welche Sorten sind für die Beikost geeignet?

Die beliebtesten Kürbissorten in Deutschland sind Hokkaido und Butternut, aber auch andere wie Spaghettikürbis, Muskat, Ufo (Patisson) oder gelber Zentner werden dir sicher hier und da begegnen. Für die Beikost sind eigentlich alle gängigen Speisekürbisse geeignet. In ihrer Verträglichkeit unterscheiden sie sich kaum. Sogenannte Zierkürbisse sind hingegen nicht zum Verzehr geeignet. Sie sind meist etwas kleiner als Speisekürbisse. Auch Farbe und Form sind oft außergewöhnlicher als bei den essbaren Kollegen. 

Vorsicht: Kürbisse sollten nie bitter schmecken. Tun sie das doch, ist das ein Hinweis darauf, dass sog. Cucurbitacine enthalten sind. Dabei handelt es sich um giftige Bitterstoffe, die die Pflanze zum Schutz bildet. In der Regel passiert dies nur bei Zierkürbissen, wenn sich diese aber unbeabsichtigt mit Speisekürbissen kreuzen (z.B. beim Heimanbau) kann dies auch bei Speisekürbissen passieren. 

Du kannst vor der Verarbeitung einfach ein kleines Stück roh probieren und testen. Wenn ein Kürbis bitter schmeckt, egal ob roh oder gekocht, ist er nicht zum Verzehr geeignet. (1)

Bei der Auswahl zu beachten: Kürbissorten mit dünner Schale wie Hokkaido oder Patisson musst du vor dem Pürieren nicht schälen. Es entsteht trotzdem ein feines Püree (auf dem Kürbisbrei im Beitragsbild habe ich ungeschälten Hokkaido verwendet). Andere Sorten, z.B. Butternut und Muskat, haben eine dickere Schale, die bei kurzen Garzeiten nicht weich wird. Das Endergebnis ist ein etwas stückigerer Brei. Das ist an sich kein Problem, einige Kinder mögen jedoch die stückige Konsistenz nicht so gerne. Wenn das bei euch der Fall sein sollte, entferne die Schale besser vorher.

 

Kürbisbrei Rezept

5. Wie stelle ich frischen Kürbisbrei her?

Um Kürbisbrei für dein Baby herzustellen, stehen dir verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl:

 

1. Dünsten

Unter Dünsten versteht man das Garen in keiner oder nur wenig Flüssigkeit.

  • Wasche deinen Kürbis unter warmen Wasser gut ab, anschließend halbiere und putze ihn (Strunk und Kerne entfernen). Entferne je nach Sorte die Schale, wenn nötig. Schneide den Kürbis dann in kleine Stücke.

 

  • Gib die Kürbisstücke in einen Topf und fülle so viel Wasser ein, bis die Stücke gerade so von Wasser bedeckt sind.

 

  • Lass den Kürbis bei kleiner bis mittlerer Hitze garen bis er weich ist. Das dauert je nach Menge und Größe deiner geschnittenen Stücke etwa 15 bis 20 Minuten.

 

2. Dämpfen

Dämpfen ist das Garen von Lebensmitteln in heißem Wasserdampf.

  • Wasche deinen Kürbis unter warmen Wasser gut ab, anschließend halbiere und putze ihn (Strunk und Kerne entfernen).  Entferne je nach Sorte die Schale, wenn nötig. Schneide den Kürbis dann in kleine Stücke.

 

  • Wenn du den Kürbis in einem Topf mit Dämpfeinsatz garen möchtest, gib genügend Wasser in deinen Topf und bringe es zum Kochen. Es sollte so viel Wasser im Topf sein, dass es während des Garens nicht komplett verdampft, aber nicht so viel, dass es den Dämpfeinsatz und das Gemüse berührt. Setze anschließend deinen Dämpfeinsatz über dem Wasser in den Topf ein. Wenn du ein spezielles Gerät zum Dämpfen besitzt, bereite dies entsprechend  vor.

 

  • Gib den Kürbis in den Einsatz und dämpfe ihn bis er weich ist. Dies kannst du einfach mit einer Gabel oder einem Zahnstocher testen. Je nach Sorte und Größe dauert das etwa 10 bis 20 Minuten.

Tipp: Spezielle Babynahrungszubereiter sind für die Herstellung von Brei nicht nötig. Vielleicht besitzt du bereits ein festes Edelstahlsieb, das in einen deiner Töpfe passt. Achte einfach darauf, dass das Sieb nicht zu weit aus dem Topf hinausragt, da das Gemüse sonst nicht ausreichend von Wasserdampf umgeben ist. Solltest du kein passendes Equipment zu Hause haben, gibt es aber auch für wenig Geld Dämpfeinsätze zu kaufen, die sich an alle Topfgrößen anpassen.

 

3. Backen

Backen ist das Garen im Backofen bei hoher Temperatur.

  • Heize deinen Backofen auf 200° C (Ober-/Unterhitze) bzw. 180° C (Umluft) vor.

 

  • Wasche deinen Kürbis unter warmen Wasser gut ab, anschließend halbiere und putze ihn (Strunk und Kerne entfernen).Entferne je nach Sorte die Schale, wenn nötig. Wenn du nur einen kleinen Kürbis hast reicht es meist ihn einfach zu halbieren. Bei großen Exemplaren schneide besser Spalten oder Stücke. (Je kleiner die Stücke, desto kürzer die Garzeit)

 

  • Beträufle den Kürbis mit etwas Öl, lege ihn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und gib ihn in den vorgeheizten Backofen.

 

  • Nach etwa 15 Minuten wenden. Backe die Kürbisstücke bis sie weich genug sind, dass du sie mit einer Gabel zerdrücken kannst. Das dauert ca. 25 bis 30 Minuten. Ein Hinweis darauf, dass der Kürbis gar ist, ist wenn er an den Rändern leicht braun wird.

 

Für welche Garmethode du dich entscheidest bleibt dir überlassen. Ich persönlich backe gerne, da es dem Gemüse etwas mehr Aroma verleiht. Dämpfen ist aber die schonendste Methode für das Gemüse.

Nach dem Weichgaren kannst du den Kürbis einfach pürieren. Gib vor dem Servieren noch einen TL Öl (Rapsöl, Leinöl) in den Brei. (1 TL Öl pro 100g Brei)

6. Aufbewahrungsmethoden

 

Kürbisbrei lässt sich sehr gut auf Vorrat zubereiten. So musst du dir nur ein Mal die Arbeit machen und hast dann länger Brei nach Bedarf. Lass ihn nach dem Garen einfach abkühlen, danach kannst du ihn

Kühlen: In einem fest verschlossenen Behälter hält er sich etwa 1 bis 2 Tage.

Einfrieren: Kürbis lässt sich nicht nur als Brei, sondern auch im Ganzen sehr gut einfrieren. In Form von Brei kannst du ihn entweder bereits in Verzehrmengen (z.B. 100g – 200g Brei pro Behälter) oder in Eiswürfelbehältern vorportionieren. Die Eiswürfelform bietet natürlich die Möglichkeit mit der Menge beim Auftauen etwas flexibler sein zu können.

Wenn du ganze Stücke einfrieren möchtest, bietet es sich an diese zunächst auf einem Blech oder TK-geeigneten Brett auszulegen und so einzufrieren, dass sie sich nicht berühren. So kleben sie beim Frieren weniger zusammen. Sind sie ausreichend durchgekühlt, gib sie in einen TK-Behälter oder Gefrierbeutel. Du kannst die Stücke auch gleich zusammen in den Behälter geben und einfrieren. Dann ist es nur etwas schwieriger sie im tiefgekühlten Zustand zu trennen.

Für die spätere Verwendung zu beachten: Gekochter, tiefgekühlter Kürbis ist nach dem Auftauen etwas weicher, als zuvor.

Tiefgekühlt hält sich Kürbis bis zu 6 Monate, da man bei Babys aber immer auf Nummer sicher gehen möchte, achte bitte darauf deine Ware immer so schnell wie möglich zu verbrauchen. Am besten innerhalb von 2 bis 3  Monaten.

7. Weitere Verwendungsmöglichkeiten für den Baby Kürbisbrei

 

Du kannst Kürbisbrei bzw. Kürbispüree nicht nur als eigenständigen Brei anbieten. Weitere Ideen sind z.B.

– vermischt mit Joghurt und Nussmus

– als schneller Brotaufstrich oder als Zutat in

– Nudelsaucen

– Muffins, Waffeln oder Pancakes

– Porridge oder Getreide-Milch-Brei

und, und, und

Vor allem, wenn du Kürbispüree in Eiswürfelform eingefroren hast, kannst du es total einfach als kleines Gemüseextra in deine Gerichte integrieren. Probiere dich da einfach mal aus.

Kürbisbrei Baby ab wann

Kürbisbrei

Gabrielle
Kürbis ist neben Karotte und Pastinake wohl eine der beliebtesten Gemüsesorten für die Beikost in Deutschland. Vor allem zum Beikoststart wird er gerne benutzt. Wie du ganz einfach frischen Kürbisbrei für dein Baby herstellst, erfährst du hier.
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Vorbereitungszeit 10 Min.
Zubereitungszeit 20 Min.
Gericht ab Beikoststart, Babybrei
Land & Region Deutsch

Zutaten
  

  • 1 Kürbis Hokkaido
  • Wasser
  • Öl Leinöl, Rapsöl, Olivenöl

Anleitungen
 

  • Wasche deinen Kürbis unter warmen Wasser gut ab, anschließend halbiere und putze ihn (Strunk und Kerne entfernen). Entferne je nach Sorte die Schale, wenn nötig. Schneide den Kürbis dann in kleine Stücke
  • Gib die Kürbisstücke in einen Topf und fülle so viel Wasser ein, bis die Stücke gerade so von Wasser bedeckt sind
  • Lass den Kürbis bei kleiner bis mittlerer Hitze garen bis er weich ist. Das dauert je nach Menge und Größe deiner geschnittenen Stücke etwa 15 bis 20 Minuten
  • Nimm die Kürbisstücke aus dem Wasser und lass sie ein wenig abkühlen
  • Püriere die Stücke so grob oder fein du möchtest. Ist der Brei zu dick, kannst du ihn mit dem Kochwasser verdünnen (schluckweise hineingeben, damit der Brei nicht zu dünn wird)
  • Wenn du den Brei sofort füttern möchtest, füge anschließend noch das Öl hinzu (1 TL pro 100g Brei). Willst du den Brei einfrieren, dann gib das Öl erst nach dem Auftauen hinein

Notizen

Dünsten ist nur eine Möglichkeit um frischen Kürbisbrei selbst herzustellen. Du kannst den Kürbis auch dämpfen oder backen. Wie das geht erfährst du im Blogpost.
Dort erkläre ich auch welche Kürbissorten am besten geeignet sind, wie du den Brei einfrieren kannst und noch vieles mehr!
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