Was dürfen Babys nicht essen? 

Die größten No-Gos beim Beikoststart

🆕 Überarbeitet am 28. Juni 2025

Ungeeignete Lebensmittel für Babys: Nüsse, Honig, harte und runde Lebensmittel, rohes, Salat, Salz, Zucker, Fast Food, Pseudogetreide, Milch.

📌 Kurz und knackig

Was dürfen Babys nicht essen? 

  • Honig, Ahornsirup & Maissirup
  • Ganze Nüsse
  • Runde, harte & prallelastische Lebensmittel (z. B. rohe Karottenstücke, Trauben, Cherrytomaten)
  • Salat & Blattgemüse
  • Salz & stark salzhaltige Lebensmittel
  • Fast Food & stark verarbeitete Produkte
  • Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth & Co.
  • Milchprodukte & Milch als Getränk
  • Rohe tierische Lebensmittel
  • Zucker, Süßstoffe & Zuckeraustauschstoffe
  • Nitratreiche Gemüsesorten
  • Fisch mit hoher Schwermetallbelastung
  • Reisprodukte in großen Mengen (z. B. Reiswaffeln)
  • Alkohol & koffeinhaltige Lebensmittel

Klingt erstmal viel? Keine Sorge, weiter unten erfährst du das Warum hinter jedem Punkt.

„Was?! Du gibst ihm ERDBEEREN?!“

Ich saß im Café, der Latte dampfte vor mir, mein Baby kaute zufrieden auf einer weichen Erdbeere, die er wie seinen größten Schatz mit der kleinen Faust umklammerte. Hach, genau so hat ich’s mir in meinen Mama-Träumen ausgemalt. 

Wäre da nicht der entsetzte Blick meines Gegenübers gewesen – und plop, Traum geplatzt. Mein Magen machte einen Salto, als wäre er die neueste Attraktion im Cirque du Soleil.

„Höh, dürfen Babys etwa keine Erdbeeren essen?“ (Spoiler: Doch, dürfen sie.)

Kennst du solche Momente? Du denkst, du machst alles richtig und plötzlich wirst du mit einer Warnung überrollt, von der du noch nie gehört hast.

Und damit willkommen in der ✨ Welt der Babyernährung ✨ , wo sich jede Entscheidung plötzlich anfühlt wie eine Frage von Leben und Tod. (Zumindest laut Internet.)

Gerade beim Beikoststart ist die Verunsicherung riesig:

Was dürfen Babys essen? Und noch wichtiger: Was dürfen Babys nicht essen? 

Die Antworten klingen oft dramatisch und widersprüchlich.

Salz ist böse, Zucker eine Sünde, Gurke lebensgefährlich und Milch sowieso Teufelszeug.

Und irgendwo dazwischen sitzt du. Mit einem Löffel Pastinakenbrei und 25 offenen Tabs auf dem Handy.

Aber bevor du panisch alle Erdbeeren aus dem Kühlschrank schmeißt: Durchatmen.

Die gute Nachricht: Du musst kein Ernährungslexikon im Kopf haben, um dein Baby sicher durch die Beikost zu bringen. Es gibt ein paar klare No-Gos (die du gleich kennen wirst) und ganz viel, was du mit gutem Gefühl weglächeln kannst.

Also, schauen wir uns das mal genauer an:

Was dürfen Babys nicht essen? 

🍯 Honig, Ahornsirup & Maissirup

Klingt erstmal harmlos, oder? Ein Löffelchen Honig gegen die Erkältung im Winter, ein bisschen Ahornsirup, damit der Abendbrei besser gegessen wird. Aber für Babys unter einem Jahr ist das leider gar keine gute Idee.

Warum? Honig (und manchmal auch Ahorn- oder Maissirup) kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten. Die sind für uns Erwachsene total unbedenklich, aber im noch unreifen Babydarm können sie eine seltene, aber ernstzunehmende Krankheit auslösen: Säuglingsbotulismus.

Auch wenn diese Erkrankung zum Glück sehr selten ist, sollte man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn Symptome wie Muskelschwäche oder Atemprobleme können im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden.

Wichtig zu wissen: Auch Erhitzen macht die Sporen leider nicht unschädlich.

Deshalb die klare Empfehlung:
Im ersten Lebensjahr bitte gar kein Honig. Und auch Ahornsirup oder Maissirup solltet ihr lieber meiden. 

💡 Übrigens:

Die WHO rät sogar, im ersten und zweiten Lebensjahr auf alle zugesetzten Zuckerarten zu verzichten. Also auch auf Dinge wie Haushaltszucker, Agavendicksaft, Fruchtsüße, Kokosblütenzucker usw. Um das Risiko für unter anderem Karies und Übergewicht zu senken.

Aber keine Sorge, der natürliche Zucker in Obst oder Gemüse ist davon nicht betroffen. Dein Baby darf sich also ganz entspannt durch die bunte Welt der Früchte futtern. 

Weiter unten schauen wir uns auch noch an, wie Zucker eigentlich die Geschmacksvorlieben deines Babys beeinflusst und was das für euren Beikostalltag bedeutet. 

🥜 Ganze Nüsse

Wir haben sie wohl alle schon mal gehört – diese Horrorgeschichten von verschluckten Erdnüssen.

Und so gern ich dir jetzt sagen würde, dass das alles nur Panikmache ist: 

Ganz unbegründet sind diese Sorgen leider nicht. 

Denn ganze Nüsse gehören zu den gefährlichsten Lebensmitteln für Babys und Kleinkinder.

Sie vereinen alles, was man in der Beikost vermeiden möchte: hart, rund, glatt.

Einmal eingeatmet, können sie die Atemwege blockieren und zur echten Notfallsituation werden. Deshalb gilt: 

Ganze Nüsse sind im ersten Lebensjahr (und weit darüber hinaus) absolut tabu.

Aber du musst nicht komplett auf Nüsse verzichten. Gemahlene Nüsse in verarbeiteter Form (z.B. in selbstgemachten, zuckerfreiem Gebäck) oder Nussmus (z. B. Mandel-, Erdnuss- oder Haselnussmus) sind ab Beikoststart erlaubt, sofern keine Allergien vorliegen. Sie liefern deinem Baby wertvolle Nährstoffe wie gesunde Fette, Magnesium, Calcium und Eisen und sind damit ein echtes Plus für euren Ernährungsplan.

Einzige Ausnahme:
Paranüsse. Laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) reichern sie natürliche radioaktive Stoffe wie Radium in deutlich höherem Maße an als andere Lebensmittel. Deshalb sagt das BfS: Für Babys, Kleinkinder, Schwangere und Stillende sind Paranüsse nicht geeignet.

 

🍿 Übrigens: Auch Popcorn ist nichts für Babys.

Die harte, oft scharfkantige Schale kann leicht in die Atemwege geraten und macht Popcorn damit fast so gefährlich wie ganze Nüsse. Popcorn ist deshalb frühestens ab dem Vorschulalter geeignet.

Ab wann dürfen Kinder ganze Nüsse essen?

Eine klare Altersangabe ist gar nicht so leicht zu finden. Je nach Quelle schwanken die Empfehlungen von 3 Jahren bis hin zum Vorschulalter. In einer Pressemitteilung des Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte aus dem Jahr 2006 wird sogar empfohlen, ganze Nüsse erst ab 10 Jahren zu geben.

Am häufigsten liest man allerdings (u. a. vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen): ab etwa 4 Jahren – unter der Voraussetzung, dass das Kind sicher kauen, schlucken und aufmerksam essen kann.

Wie bei so vielem gilt: Es kommt aufs Kind an.

Manche sind mit 4 schon ziemlich souverän im Umgang mit verschiedenen Konsistenzen. Andere brauchen vielleicht noch ein, zwei oder mehr Jahre länger. 

Wichtig ist vor allem: Ganze Nüsse bitte nur in sicherer Umgebung und unter Aufsicht probieren lassen. Am besten beim ruhigen Sitzen. Nicht beim Toben, Laufen oder nebenbei-im-Auto-Snacken.

🍇 Runde, harte & prallelastische Lebensmittel

Klein, rund, harmlos? Leider nicht.


Lebensmittel wie Trauben, Cocktailtomaten oder Heidelbeeren gehören zu den häufigsten Ursachen für Verschluckunfälle bei kleinen Kindern

Sie sind glatt, elastisch und genau richtig (oder besser: falsch) geformt, um die kleine Luftröhre zu blockieren. Vor allem, wenn sie im Ganzen in den Mund wandern.

Auch harte Lebensmittel wie rohe Möhren oder Apfelspalten sind für Babys gefährlich

Einfach, weil ihnen ohne Backenzähne die nötigen Werkzeuge zum richtigen Zerkleinern von harten Dingen fehlen. Und genau das führt schnell dazu, dass die Kleinen zu früh schlucken und Mühe haben, die großen Stücke sicher runterzubekommen.

Die gute Nachricht ist aber, dass du auf all das nicht verzichten musst. Mit ein bisschen Vorbereitung kannst du viele dieser Lebensmittel babygerecht servieren:

  • Harte Lebensmittel wie Äpfel und Möhren kannst du reiben, garen oder hauchdünn schneiden
  • Trauben, Cherrytomaten & Co.: halbieren, vierteln oder zerdrücken

So kann dein Baby neue Geschmäcker und Konsistenzen ganz ohne Verschluckstress entdecken.  

🥕 Keine Lust auf Brei-Gematsche? Kein Problem! Wie du deinem Baby feste Nahrung geben kannst, ohne ständig in Alarmbereitschaft zu sein, liest du hier: Der ultimative Guide zur breifreien Beikost

Babys essen: Baby im Hochstuhl betrachtet neugierig einen länglichen Keks in der Hand.</p>
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🥬 Salat & Blattgemüse

So gesund grünes Gemüse auch ist, für Babys ist es leider nicht ideal.

Blattsalate, Spinat, Mangold & Co. gehören erstmal nicht auf den Teller. Zumindest nicht roh. Warum? Ohne Backenzähne sind sie kaum zu kauen. Und bis die alle da sind, kann’s locker bis zum zweiten Geburtstag dauern. 

Das Problem: Die Blätter werden nicht richtig zerkleinert, bleiben am Gaumen kleben und lösen so den Würgereflex aus. 

Trotzdem musst du Salat & Co. nicht komplett aus dem Speiseplan streichen. Du kannst viele Sorten:

  • verkochen (z. B. in Suppen oder Eintöpfen)
  • mitbacken (z. B. im Ofengemüse, Gebäck, Waffeln oder Pancakes)
  • in Smoothies oder Pürees verarbeiten 

👉 Ich verarbeite Spinat total gern in diesen Spinat-Bananen-Pancakes – schmecken super und überzeugen sogar absolute Spinat-Skeptiker. 

Apropos Spinat:

Der ist nicht nur, was die Konsistenz angeht, ein Klassiker auf der „Was dürfen Babys nicht essen?“-Liste. Auch innerlich hat er so seine Tücken. Gilt übrigens auch für ein paar andere grüne Kollegen.

Wovon ich spreche? 

Von Nitrat:

🥬 Nitratreiches Gemüse

Spinat, Mangold, Rote Bete, Fenchel, Kopfsalat, Feldsalat, Rucola – klingt erstmal nach Superfood. 

Ist es auch. Aber Achtung: Diese Gemüsesorten enthalten oft hohe Mengen Nitrat und das ist für Babys problematisch.

Warum? Weil Nitrat im Körper in Nitrit umgewandelt werden kann. Und das kann bei Säuglingen den Sauerstofftransport im Blut beeinträchtigen. Die Folge ist im schlimmsten Fall eine sogenannte Blausucht (Methämoglobinämie), bei der das Blut nicht mehr ausreichend Sauerstoff transportiert.

Aber keine Panik: Du musst Spinat und Co. nicht komplett vom Speiseplan streichen. Es kommt einfach auf die richtige Zubereitung und ein bisschen Wissen an.

✅ Am besten…

  • Nicht zu früh: Nitratreiches Gemüse bitte erst ab dem 6. Monat anbieten.
  • Nicht täglich, nicht in Massen: Spinat, Mangold & Co. sind kein tägliches Gemüse. Setz sie lieber nur ab und zu ein und nicht in großen Mengen.
  • Am besten saisonal & aus Bio-Freilandanbau: Das reduziert die Nitratbelastung deutlich. Treibhausware hat meist höhere Werte.
  • Gründlich waschen & große Stiele entfernen: Gerade in den Stielen und äußeren Blättern sammelt sich besonders viel Nitrat – also ruhig großzügig wegschneiden.
  • Immer frisch zubereiten: Nitrat verwandelt sich beim Warmhalten oder Wiederaufwärmen leichter in Nitrit. Also besser direkt frisch servieren und Reste schnell kühlen.
  • Kochwasser wegschütten: Nitrat ist wasserlöslich – also das Wasser nach dem Kochen nicht weiterverwenden.
  • Tiefkühlgemüse direkt aus dem Froster verwenden: Z. B. TK-Spinat nicht erst antauen lassen, sondern direkt garen.
  • Vitamin-C-Booster dazugeben: Kombiniere nitratreiches Gemüse mit Lebensmitteln, die viel Vitamin C enthalten – wie Kartoffeln oder Paprika. Das kann die Umwandlung in Nitrit hemmen. 

Was ist mit nitratreichem Gemüse in fertigem Babybrei?

Bei gekauften Babybreien wie z.B. Spinat-Kartoffelbrei ist kein Grund zur Panik geboten, denn:

Für Babyfertigprodukte gelten strengere Grenzwerte als bei Lebensmitteln für Erwachsene. Sie werden außerdem regelmäßig auf ihren Nitratgehalt geprüft.

Trotzdem gilt: Abwechslung ist alles.

Auch wenn der Spinatbrei aus dem Gläschen praktisch ist, jeden Tag sollte er nicht auf dem Speiseplan stehen. Besser eine bunte Mischung anbieten und regelmäßig variieren.

📣 Wusstest du schon…

Babys haben etwa doppelt so viele Geschmacksknospen wie Erwachsene. Kein Wunder, dass sie auf neue Geschmäcker so sensibel reagieren!

🧂 Salz & salzreiche Produkte

Babys brauchen Salz – aber nur ganz wenig.

Und das bisschen, das sie brauchen, steckt bereits in Muttermilch, Pre-Nahrung oder natürlichen Lebensmitteln. Zusätzliches Salz braucht’s im ersten Lebensjahr wirklich nicht und kann sogar schaden.

➡️ Ein Säugling sollte maximal 0,5–1 g Salz pro Tag aufnehmen.

➡️ Ein Kleinkind (1–3 Jahre) nicht mehr als 2 g pro Tag.

Warum? Weil die Nieren von Säuglingen noch nicht ausgereift sind. Zu viel Salz kann sie überfordern und langfristig das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenschäden erhöhen. Außerdem kann früher Salzkonsum dazu führen, dass dein Kind später eine stärkere Vorliebe für salzreiche Lebensmittel entwickelt.

Natürlich ist es kein Weltuntergang, wenn dein Baby mal ein bisschen vom gesalzenen Familienessen mitprobiert. 

✨ Tipp: Nimm einfach eine Portion fürs Baby ab, bevor du für euch Erwachsene nachwürzt.

Aber generell gilt: Auf zugesetztes Salz sollte im 1. Lebensjahr weitestgehend verzichtet werden. Besonders salzhaltige Produkte wie:

  • Wurst (auch Streichwurst, Wiener, Salami)

  • Käse (v. a. Hartkäse, Feta), Frischkäse

  • Brot, Brötchen, Laugengebäck

  • Fertiggerichte, -soßen und -brühe

…solltest du möglichst meiden oder nur in Ausnahmen einsetzen. 

Wenn du doch mal zu solchen Produkten greifst, lohnt sich ein Blick auf die Nährwerttabelle: Vergleiche verschiedene Marken. Vor allem bei Brot und Frischkäse gibt’s echt große Unterschiede.

👉 Meine Empfehlung: Wähle möglichst Produkte mit unter 1 g Salz pro 100 g. Das ist eine gute Orientierung.

📣 Wusstest du schon…

Dass Muttermilch allein den Salzbedarf deines Babys komplett deckt und zusätzliches Salz gar nicht nötig ist?

🍔 Fast Food & stark verarbeitete Produkte

Klar, im stressigen Alltag kann es ganz schön verlockend sein, einfach zu ‘was Fertigem zu greifen. Aber wenn’s um die Ernährung deines Babys geht, lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste

Viele stark verarbeitete Produkte, egal ob Fast Food oder Fertiggericht, enthalten nämlich gleich eine ganze Reihe an Dingen, die kleine Babybäuche nicht brauchen: viel Salz, Zucker, ungesunde Fette, Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe.

Dafür fehlt es oft an dem, was Babys wirklich gut tut: Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe

Und da Babys gerade erst anfangen, Essen zu entdecken und Geschmäcker einzuordnen, ist jetzt ein richtig sensibler Zeitpunkt. 

Was sie in dieser Phase kennenlernen, beeinflusst später ihre Vorlieben.

Aber keine Sorge, das heißt nicht, dass du alle Zutaten in deiner Küche frisch vom Feld zupfen musst. Denn nicht alles, was verarbeitet ist, ist automatisch schlecht. 

✅ Diese praktischen Helfer sind auch für Babys ok:

  • Tiefkühlgemüse – ungewürzt & ungesalzen

  • Tiefkühlobst – ohne zugesetzten Zucker

  • Naturbelassener TK-Fisch – z. B. Lachsfilet

  • Tomatenkonserven – ohne Salz, Zucker oder Zusätze

👉 Faustregel: Je kürzer die Zutatenliste, desto besser. 

🌾 Pseudogetreide 

Quinoa, Amaranth und Buchweizen sind bei vielen gesundheitsbewussten Erwachsenen echte Renner. Und absolut zu Recht: Sie stecken voller Mineralstoffe, pflanzlichem Eiweiß und sind eine tolle Alternative für alle, die auf Gluten verzichten müssen.

Für Babys unter 1 Jahr sind sie trotzdem nicht geeignet.
Wenn du dich also fragst: Was dürfen Babys nicht essen? Dann gehört Pseudogetreide eindeutig mit auf die Liste.

Warum?

Die offiziellen Empfehlungen – z. B. von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – sind hier deutlich zurückhaltend. Denn in diesen Lebensmitteln stecken Inhaltsstoffe, die für Babys problematisch sein können:

  • Saponine, Phytate, Oxalate und Gerbstoffe → hemmen die Aufnahme von Nährstoffen und Mineralien
  • Fagopyrin (in Buchweizen) → kann Hautirritationen und Lichtempfindlichkeit auslösen
  • Tropanalkaloide (z. B. bei Verunreinigung mit Stechapfelsamen) → potenziell giftig
  • Isoflavone (in Quinoa) → gesundheitliche Wirkung auf Babys noch unklar

Es gibt zwar Verarbeitungsverfahren, die diese Stoffe reduzieren können. Damit Pseudogetreide für Babys sicher wäre, müssten die Produkte aber ganz bestimmte Anforderungen erfüllen:

  • Frei von Gerbstoffen, Saponinen und Fagopyrin
  • Phytate und Oxalate nur in geringen, unbedenklichen Mengen
  • Einhaltung der Grenzwerte für Rückstände und Kontaminanten

📉 Der Knackpunkt:
Dem BfR liegen bislang keine verlässlichen Daten über die Qualität der Pseudogetreide-Produkte vor, die in Deutschland verkauft werden. Und solange das so ist, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, ob sie für Säuglinge und Kleinkinder geeignet sind.

👉 Die Empfehlung lautet daher:
Im ersten Lebensjahr lieber komplett weglassen und auch danach nur dann verwenden, wenn du dir bei Qualität und Reinheit ganz sicher bist.

✅ Was stattdessen?

Wenn du nach babytauglichen Alternativen zu Pseudogetreide suchst, bist du mit diesen hier auf der sicheren Seite:

    • Haferflocken: zart, fein geschrotet oder als Schmelzflocken, ideal für Abendbrei
    • Hirse: mild, eisenreich und gut verträglich (immer gut durchgaren)
    • Polenta (Maisgrieß): schnell gemacht, gut für herzhafte Breie
    • Grieß (Weizen oder Dinkel): sättigend, beliebt bei vielen Babys
    • Reis: in Maßen – wegen Arsen (mehr dazu weiter unten)
    • Dinkelflocken: gut verträglich, vielseitig einsetzbar
    • Couscous oder Bulgur: ab ca. 7–8 Monaten, weichgekocht
    • Vollkornnudeln: super für BLW, aber auch im Brei möglich

Diese Getreide liefern Energie, Ballaststoffe, zum Teil auch Eisen und lassen sich wunderbar in Breien, Gemüsegerichten oder als Fingerfood kombinieren.

Beikosteinführung: Drei kreisförmig angeordnete Fotos mit gelben, halbmondförmigen grafischen Elementen dazwischen. Oben ist eine Nahaufnahme von spritzender Milch mit weißen Tropfen zu sehen. In der Mitte sind vier Sushirollen mit weißem Reis und Füllungen aus rohem Lachs und Thunfisch abgebildet. Unten ist grobes, weißes Salz abgebildet. Der Hintergrund ist weiß mit einem hellgrünen Rahmen.

🥛 Milch & Milchprodukte

Ok, ganz streng genommen gehören Milch und Milchprodukte nicht ganz zu den ungeeigneten Lebensmitteln für Babys. Aber es gibt ein paar wichtige Dinge zu beachten, wenn du Kuhmilch in die Babyernährung integrieren willst, deshalb wollte ich sie hier unbedingt auch erwähnen. 

Kuhmilch enthält relativ viel Eiweiß und Mineralstoffe, die die noch unreifen Nieren von Säuglingen belasten können. Vor allem, wenn sie in größeren Mengen getrunken wird. Außerdem kann Calcium aus Milchprodukten die Eisenaufnahme hemmen – und Eisen ist in der Beikostphase ja besonders wichtig.

Wenn du dich also fragst: Was dürfen Babys nicht essen? Dann ist die Antwort hier eher: 

Nicht zu viel Kuhmilch und nicht pur.

So viel Milch darf’s in der Beikost sein:

    • Im ersten Lebensjahr sollte dein Baby maximal 200 ml Kuhmilch pro Tag bekommen. Und auch nur in verarbeiteter Form, z. B. im Milch-Getreide-Brei, als Zutat in Pancakes, Waffeln oder in Form von ungesüßtem Naturjoghurt.
    • Als Getränk ist Kuhmilch im 1. Jahr tabu. Sie ist kein Ersatz für Muttermilch oder Pre-Nahrung.
    • Ab dem 1. Geburtstag darf Milch auch als Getränk angeboten werden. Aber bitte in Maßen: max. 300 ml/Tag und idealerweise zu den Hauptmahlzeiten, nicht als Dauer-Durstlöscher.

Joghurt und Käse sind ab etwa dem 6. bis 7. Monat in kleinen Mengen völlig okay.

Achte aber darauf, möglichst naturbelassene, ungesüßte Produkte zu wählen und starte langsam.

Wichtig: Auch Milchprodukte zählen zu den empfohlenen maximal 200 ml Kuhmilch pro Tag.

👉 Du willst’s ganz genau wissen? Hier findest du meinen ausführlichen Beitrag zum Thema “Kuhmilch in der Beikost

🧀 Wusstest du schon…

…dass Rohmilchprodukte für Babys tabu sind?

Auch wenn sie oft als besonders „natürlich“ oder „gesund“ angepriesen wird, Rohmilch kann Bakterien wie E. coli, Salmonellen oder Listerien enthalten. Und die können für Säuglinge (und übrigens auch für Schwangere) richtig gefährlich werden.

Deshalb gilt: Im ersten Lebensjahr (und darüber hinaus) nur Käse und andere Milchprodukte aus pasteurisierter Milch verwenden. 

Woran du das erkennst?
Der Einsatz von Rohmilch ist kennzeichnungspflichtig. Wenn sie in einem Lebensmittel enthalten ist, muss das auf der Verpackung stehen.

Und damit sind wir schon beim nächsten Thema: Rohe Lebensmittel allgemein. Denn auch hier gibt’s einiges zu beachten.

🥩 Rohe Lebensmittel

Weder Sushi, rohes Fleisch, weichgekochte Eier, Sprossen noch Rohmilchprodukte sind für Säuglinge – und übrigens auch für alle Kinder unter fünf Jahren – geeignet.

 

Der Grund: Rohe Lebensmittel haben ein höheres Risiko, Krankheitserreger wie Campylo­bacter, Salmonellen oder Listerien zu enthalten, die das noch unausgereifte Immunsystem von Babys stark belasten – mit unter Umständen ernsten Folgen.

Zu den rohen Lebensmitteln, die Babys (noch) nicht essen sollten, gehören:

  • Rohmilch und Produkte aus Rohmilch
    Der Einsatz von Rohmilch ist kennzeichnungspflichtig, steht also auf der Verpackung
  • Rohes Fleisch und Rohwurst
    z. B. Salami, Cabanossi, Teewurst, Mettwurst, Hackepeter
  • Roher Fisch und Meeresfrüchte
    z. B. Sushi, Graved Lachs, Räucherlachs oder Austern
  • Rohe Eier und Produkte daraus
    z. B. Eier mit flüssigem Eigelb, selbstgemachte Mayonnaise, Tiramisu oder Mousse au Chocolat
  • Rohe Sprossen und Keimlinge z. B. Alfalfa, Mungobohnensprossen

Diese Produkte sollten vor dem Servieren immer ausreichend erhitzt werden. Für mindestens 2 Minuten auf 70 °C Kerntemperatur.

Ein kurzes Aufkochen oder schnelles Erwärmen in der Mikrowelle reicht dafür nicht aus.

❕ Achtung bei Tiefkühlbeeren:

In der Vergangenheit waren TK-Beeren mehrfach der Auslöser für Norovirus- und Hepatitis-Ausbrüche. Vor allem in Kitas und anderen Gemeinschaftseinrichtungen.

Der Grund dafür war, dass tiefgekühlte Beeren aus dem Ausland mit Viren verunreinigt waren und nicht ausreichend erhitzt wurden.

Gerade für Menschen mit geschwächtem Immunsystem – also Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere und ältere Menschen – können diese Infektionen gefährlich werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt daher:
Tiefkühlbeeren immer auf mindestens 90 °C Kerntemperatur erhitzen, bevor du sie deinem Baby servierst.

🍭 Zucker, Süßstoffe & Zuckeraustauschstoffe

Dass zu viel Zucker ungesund ist, wissen wir alle: Er kann Karies fördern, sich negativ auf die Darmflora auswirken und auf Dauer das Risiko für Übergewicht, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen erhöhen.

Außerdem liefert Zucker zwar viele Kalorien, aber kaum Nährstoffe oder Ballaststoffe

Trotzdem gehört Zucker für viele Familien ganz selbstverständlich zum Alltag dazu – sei es in Form von Süßigkeiten, Gebäck oder Fruchtsäften

Und auch schöne Kindheitserinnerungen duften oft nach Vanillekipferln oder warmem Schokokuchen. Aber wie so oft gilt: Die Dosis macht das Gift.

Was dürfen Babys nicht essen?

👉 Zucker – zumindest in den ersten zwei Lebensjahren

Nicht nur wegen der gesundheitlichen Nachteile. Sondern vor allem, um Babys von Anfang an an den natürlichen Geschmack von Lebensmitteln zu gewöhnen. Ohne die ständige „Verstärkung“ durch Süße.

Die Zucker-Empfehlungen für Babys und Kinder im Überblick:

  • Unter 2 Jahren: gestalte die Ernährung deines Kindes zuckerfrei
  • Zwischen 2 und 18 Jahren: max. 5–10 % der täglichen Energiezufuhr aus freiem Zucker

Was bedeutet das konkret?

Bei einem 1- bis unter 4-jährigen Kind mit durchschnittlich 1200 kcal pro Tag entspricht das 15–30 g Zucker pro Tag.

 

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte empfiehlt sogar nur max. 25 g. Das sind etwa 6 kleine Teelöffel.

Was bedeutet eigentlich „freier Zucker“?

Freier Zucker umfasst alle Einfach- und Zweifachzucker, die der Nahrung von außen zugesetzt werden – also durch Hersteller, Köche oder Konsumenten. Dazu zählt zum Beispiel ganz klassisch Haushaltszucker, aber auch der natürlich vorkommende Zucker in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Smoothies.

Nicht dazu zählt der Zucker, der von Natur aus in Obst und Gemüse enthalten ist.

🕵️‍♀️ Achtung, Zucker-Tarnnamen!

Zucker versteckt sich auf Zutatenlisten gern hinter verschiedenen Bezeichnungen. Darunter z. B.:

  • Saccharose
  • Dextrose
  • Glukose
  • Fruktose
  • Raffinose
  • Sirup
  • Maltose
  • Malzextrakt oder Gerstenmalzextrakt
  • Maltodextrin
  • Fruchtsüße oder Fruchtkonzentrat

Und viele davon tauchen leider auch in Produkten auf, die speziell für Babys und Kleinkinder beworben werden.

Auch angeblich „gesündere“ Alternativen wie Kokosblütenzucker oder Agavendicksaft sind letztlich: Zucker.

💡 Wenn du also komplett auf Zucker verzichten willst, lohnt sich immer ein Blick auf die Zutatenliste.

Dürfen Kinder Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe essen?

Sie gelten oft als „bessere“ Alternative zu Zucker. Aber für Kinder sind Süßstoffe trotzdem nicht empfehlenswert.

  • Sie können den Geschmackssinn so beeinflussen, dass Kinder sich an ständig übermäßig süße Lebensmittel gewöhnen
  • Einige Zuckeraustauschstoffe (wie Sorbit, Xylit etc.) können bei kleinen Kindern zu Bauchschmerzen oder Durchfall führen

Deshalb gilt auch hier: In den ersten Lebensjahren lieber weglassen.

👉 Heißt: Wenn süß, dann lieber natürlich, zum Beispiel mit reifer Banane oder Apfelmark.

🌿 Wusstest du schon…

…dass Essen für Babys  nicht fad schmecken muss?


Du darfst gern mit milden Kräutern und Gewürzen würzen. Zum Beispiel mit Ceylon Zimt, Basilikum, Oregano oder Petersilie. Nur bei Salz, Zucker und scharfen Gewürzen wie scharfem Curry, Chili oder Pfeffer solltest du lieber noch etwas warten.

🐟 Fisch mit hoher Schwermetallbelastung

Fisch ist ja eigentlich ein echtes Superfood, vor allem wegen Omega-3, Jod und hochwertigem Eiweiß. Also alles Dinge, die gerade für die Gehirnentwicklung deines Babys richtig wertvoll sind.

Aber: Nicht jeder Fisch ist babytauglich.

Bestimmte Arten, vor allem große Raubfische wie Thunfisch, Schwertfisch, Hai oder Hecht , können mit Quecksilber belastet sein. Und zwar nicht zu knapp. 

Je größer und älter der Fisch, desto mehr Methylquecksilber hat sich im Laufe der Zeit in seinem Körper angesammelt. Und das ist genau das, was wir bei unseren Kleinen vermeiden wollen.

Denn Methylquecksilber ist ein Nervengift  und kann sich negativ auf die Gehirnentwicklung und die Reifung des Nervensystems auswirken, besonders bei empfindlichen Gruppen wie Babys und Kleinkindern.

Was dürfen Babys nicht essen?

➡️ Fisch mit hoher Quecksilberbelastung wie:

    • Thunfisch
    • Hecht
    • Schwertfisch
    • Heilbutt

Diese Fische stehen am Ende der Nahrungskette und können höhere Konzentrationen an Schadstoffen aufweisen.

✅ Welche Fische dürfen Babys essen? 

Keine Sorge, du musst nicht komplett auf Fisch verzichten. Es gibt viele Sorten, die weniger belastet sind, zum Beispiel:

    • Lachs
    • Forelle
    • Saibling
    • Kabeljau
    • Seelachs
    • Hering
    • Makrele
    • Heilbutt
    • Scholle
    • Dorsch
    • Barsch

💡 Ideal sind 1–2 kleine Fischmahlzeiten pro Woche, z. B. als selbstgemachte Ofen-Fischstäbchen, mildes Lachsfilet mit Gemüse oder Fisch-Brei. Aber Achtung, immer auf Gräten kontrollieren!

🍚 Reis und Reisprodukte

Reis ist ein beliebtes Lebensmittel, auch in der Beikost. Aber: Reis hat von Natur aus einen Haken, den viele nicht auf dem Schirm haben. Und der heißt anorganisches Arsen.

Das kommt nicht durch Pestizide oder Schadstoffe in der Produktion, sondern steckt ganz natürlich im Boden und Wasser, wo die Reispflanze wächst. Und die nimmt Arsen besonders gut auf, mehr als andere Getreidearten.

Warum ist das bei Babys relevant?

Babys und Kleinkinder sind deutlich empfindlicher, einfach weil sie im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr essen und ihr Stoffwechsel noch nicht alles so abbauen kann wie bei Erwachsenen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sagt deshalb:

Nicht zu viel Reis für Babys und Kleinkinder. 

Reisbasierte Lebensmittel wie Reismilch, Reisbrei oder Reiswaffeln sollten bei Säuglingen und Kleinkindern nur in Maßen auf den Teller kommen und am besten immer mit anderen Getreidesorten abgewechselt werden.

Die gute Nachricht:

Für Produkte, die extra für Babys und Kleinkinder hergestellt werden (z. B. Reisbreie oder Reiswaffeln aus dem Babyregal), gelten strengere gesetzliche Höchstmengen für Arsen, die deutlich niedriger sind als bei „normalem“ Reis.

Seit 2023 sind diese Grenzwerte auch für Säuglingsanfangsnahrung, Folgenahrung und Beikost verbindlich geregelt. Und laut Untersuchungen halten diese Produkte die Vorgaben auch ein.

💡 Was du ganz konkret tun kannst:

  • Nicht gleich zu Beginn: Reis nicht direkt ab Beikoststart, sondern erst später einführen.
  • Nur in Maßen: Reiswaffeln & Co. nicht täglich anbieten, sondern eher als seltenen Snack. Und am besten nur solche, die extra für Babys und Kleinkinder hergestellt wurden.
  • Selber kochen? Super! Wasche den Reis sehr gründlich, koche ihn in viel Wasser und gieße das Kochwasser anschließend ab. Das reduziert den Arsengehalt.
  • Reismilch ist kein Babygetränk: Sie ist weder als Ersatz für Muttermilch oder Pre-Nahrung geeignet, noch eine gute Wahl als Milchalternative. Dafür gibts deutlich bessere Optionen.
  • Vollkornreis nur gelegentlich: In den äußeren Schichten des Reiskorns sammelt sich besonders viel Arsen. Vollkornreis ist deshalb meist stärker belastet als geschälter Reis.

☕ Alkohol & Koffein

Es ist dir wahrscheinlich schon klar, aber ich möchte es der Vollständigkeit halber trotzdem sagen:

Kaffee, schwarzer oder grüner Tee, andere koffeinhaltige Getränke und natürlich auch Alkohol sind für Babys absolut tabu.

Und ja, das gilt auch für Gerichte, bei denen „nur ein Schlückchen Wein mitgekocht“ wurde.

Denn je nach Art der Zubereitung und dem eingesetzten Alkohol bleibt im fertigen Essen zwischen 4 und 85 % Restalkohol zurück. Ein Spritzer Rotwein in der Soße, der kurz mitköchelt, ist also nicht automatisch „verpufft“.

Deshalb gilt: Speisen mit Alkohol sind für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet.

🍫 Dürfen Babys Kakao trinken? 

Kakao enthält Theobromin, ein natürliches Stimulans, das ähnlich wirkt wie Koffein. Für Babys sind größere Mengen deshalb nicht geeignet.

In kleinen Mengen, z. B. im selbstgebackenen Gebäck kannst du ungesüßten Backkakao verwenden, aber wirklich nur sparsam.


Wenn du den schokoladigen Geschmack gern ohne stimulierende Wirkung möchtest, ist Carob eine gute Alternative.

Meine Empfehlung: Ich persönlich würde Backkakao frühestens ab dem 10. Monat einsetzen und auch nur dann, wenn dein Baby mit Beikost schon gut zurechtkommt.

Als Getränk ist Kakao aber nichts für Babys:
Milch sollte unter einem Jahr nicht als Getränk angeboten werden und Produkte wie Kaba & Co. enthalten dazu auch noch eine Menge Zucker.

 

🌿 Wusstest du schon…

…dass Fencheltee für Babys und Kleinkinder unter 4 Jahren heute nicht mehr empfohlen wird?

Fenchel enthält Estragol, einen Pflanzenstoff, der in Tierversuchen bei hohen Dosen leberschädigend und krebserregend wirkte.

Klar, Tierversuche lassen sich nicht 1:1 auf den Menschen übertragen. Aber:

Besonders problematisch ist, dass der Estragol-Gehalt in Fencheltee-Produkten stark schwanken kann. Außerdem steckt Estragol nicht nur in Fenchel, sondern auch in anderen Pflanzen wie u.a. Basilikum, Anis oder Muskatnuss.

Wird dann zusätzlich noch viel Fencheltee getrunken, lässt sich kaum kontrollieren, wie viel Estragol Babys tatsächlich aufnehmen.

Und weil Säuglinge und Kleinkinder ohnehin besonders empfindlich sind, gilt es hier lieber vorsichtig zu sein.

Deshalb raten Fachgesellschaften wie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) inzwischen davon ab, Säuglingen, Kleinkindern und stillenden Personen Fencheltee zu geben. 

💡 Besser:

Bei Blähungen können sanfte Bauchmassagen oder Tragen helfen. Ab dem Beikoststart ist auch frisch aufgebrühter Kümmeltee in kleinen Mengen möglich (1 TL Kümmel mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen). Aber nur ein paar Schlückchen und immer ergänzend, nicht als Ersatz für Muttermilch/Pre oder Wasser. Wichtig: Pre-Milch bitte niemals mit Tee anrühren, sondern immer nur nach Packungsanweisung.

Und noch gut zu wissen: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) prüft derzeit die Sicherheit von Fencheltees. Im Laufe des Jahres wird eine neue Stellungnahme erwartet, die hoffentlich auch mehr Klarheit zur Anwendung von Fencheltee bei Babys und Kindern bringt. 

„Aber hey, meine Oma hat früher auch einfach alles gegeben und aus uns ist doch aus was geworden.“
 

Jep, hat sie.

Und klar, viele von uns sind auch irgendwie groß geworden. Mit Honig im Tee, Streichwurstbrot und ’nem Schuss Wein in der Soße.

Aber: Heute wissen wir einfach mehr über Nährstoffe, Bakterien, kindliche Entwicklung.

Und wenn wir mit diesem Wissen ein paar vermeidbare Risiken aus dem Weg räumen können – natürlich ohne gleich alles zu überregulieren – warum sollten wir es dann nicht tun?

Was ich aber auf keinen Fall will, ist, dass du hier panisch rausgehst und denkst: „Oh nein, mein Baby darf ja gar nichts essen!“

Oder noch schlimmer: „Mist, ich hab ihm schon was von der Liste gegeben. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?“

Falls sich das bei dir meldet: Atme durch. Du machst das gut.

Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben. Wirklich nicht. Denn Elternsein ist keine Prüfung, bei der du alles richtig machen musst. Es ist ein Prozess.

Du kannst nicht wissen, was du noch nicht wusstest.

Und genau deshalb bin ich hier: um dir genau dieses Wissen an die Hand zu geben, damit du gut informiert und entspannt in die Beikost starten kannst.

✅ Und was dürfen Babys essen?

So, so viel!

Auch wenn die No-Go-Liste erstmal lang wirkt. Die Welt der Beikost ist bunt und vielfältig. 

Weich, mild, zuckerfrei, ohne Salz. Das sind die groben Richtlinien. Ob du dabei mit angepassten Familiengerichten, BLW-Rezepten oder klassischem Babybrei startest, bleibt ganz dir und deinem Baby überlassen.

Was wirklich zählt:

  • Starte mit einfachen, sicheren, naturbelassenen Lebensmitteln
  • Kein Druck, keine Eile – jedes Baby hat sein eigenes Tempo
  • Biete eine bunte, abwechslungsreiche Mischung an
  • Und vor allem: Vertrau deinem Kind 

 

Du willst wissen, wie ein ausgewogener Beikoststart konkret aussehen kann? Dann schau mal hier rein:

📌 Was ist BLW? Der ultimative Guide zur breifreien Beikost

📌 Beikostreifezeichen: Ist dein Baby bereit? 3 sichere Zeichen verraten es!

📌 Alles was du über den Milch-Getreide-Brei wissen musst

📌 Die große Angst vor dem Verschlucken bei Babys

Ernährungsplan Babys: Infografik mit dem Titel „Beikost sicher starten – 6 Basics, die du kennen musst“. Die Grafik ist hell mit blauen Randstreifen und enthält sechs nummerierte Punkte in gelben Kreisen. Jeder Punkt beschreibt einen wichtigen Aspekt zum sicheren Beikoststart, begleitet von kleinen Illustrationen wie einer Karotte, einem Löffel, einer Milchflasche oder einem Lachsfilet. Die Punkte behandeln Reifezeichen, Konsistenz, Eisen, Allergene, Aufsicht und Gelassenheit beim Beikoststart.

💛 Fazit

Was dürfen Babys nicht essen? Was ist erlaubt? Und wie viel ist eigentlich „normal“?

Fragen, die sich so ziemlich alle Eltern stellen, wenn der Beikoststart ansteht. Und für viele vielleicht überraschend:

 

Babys dürfen eigentlich ganz schön viel essen. 

Ich weiß der Start in die Beikost kann sich anfühlen wie eine Mischung aus Abenteuer, Recherche-Marathon und Selbstzweifeln. Aber bitte lass dich davon nicht entmutigen.

Biete deinem Kind eine große, bunte Auswahl an Lebensmitteln an. In unterschiedlichen Formen, Konsistenzen und Farben.


Lass es ausprobieren, matschen, knautschen, spucken.

Und vergiss nie: Es geht nicht darum, Pläne einzuhalten oder bestimmte Mengen aufzuessen.

Es geht darum, dass dein Baby mit Freude isst. Und, dass du ihm dabei mit Vertrauen und Gelassenheit zur Seite stehst.

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Quellen – Was dürfen Babys nicht essen? 

 

Robert Koch Institut (2018, Stand 2022) – Botulismus RKI Ratgeber

Kinder- und Jugendärzte im Netz (2022) – Botulismus-Gefahr: Kein Honig oder Ahornsirup für Kinder unter einem Jahr

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2018) – Empfehlung zur maximalen Zuckerzufuhr in Deutschland

Bundesinstitut für Risikobewertung (2009) – Erstickungsgefahr von Kleinkindern durch Nüsse

Centers for Disease Control and Prevention (2022) – Choking Hazards

National Health Service (2021) – Salt: the facts

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2016) – Natrium: Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr

World Health Organization – Salt intake

Kaushik JS, Narang M, Parakh A. Fast food consumption in children. Indian Pediatr. 2011 Feb;48(2):97-101. doi: 10.1007/s13312-011-0035-8. PMID: 21378418.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2015) – Beim BfR nachgefragt: Pseudogetreide in der Säuglings- und Kleinkindernährung

Netzwerk Gesund ins Leben (2013) – Dürfen Säuglinge im 1. Lebensjahr Kuhmilch bekommen?

Netzwerk Gesund ins Leben (2016) – Gibt es Lebensmittel, die für Kleinkinder tabu sind?

Bundesinstitut für Risikobewertung (2013) – Tiefkühlbeeren vor dem Verzehr besser gut durchkochen

Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Deutsche Adipositas Gesellschaft, Deutsche Diabetes Gesellschaft (2018) – Konsensuspapier: Quantitative Empfehlung zur Zuckerzufuhr in Deutschland

Kinder- und Jugendärzte im Netz (2019) – BVKJ plädiert mit anderen führenden Gesundheitsorganisationen für weniger Zucker in der Ernährung

World Health Organization (2015) – Guideline: sugars intake for adults and children

Verbraucherzentrale Bayern (2020) – Wieviel Alkohol verdunstet beim Kochen?

Bundesamt für Strahlenschutz (2024) – Natürliche Radioaktivität in Paranüssen

Berufsverband der HNO-Ärzte: Keine Nüsse für Kinder unter zehn Jahren. Kinder sind mit dem Essen von Nüssen überfordert. Pressemitteilung vom 22.08.2006

Deutsches Ärzteblatt (2013) – Nüsse und Mandeln für Kinder unter vier Jahren gefährlich

Bundesinstitut für Risikobewertung (2009) – Erstickungsgefahr von Kleinkindern durch Nüsse

Kinder- und Jugendärzte im Netz (Hrsg.: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen; 2011) – Kinder- und Jugendärzte warnen: Nüsse und Mandeln nicht für Kinder unter vier Jahren

Bundesinstitut für Risikobewertung (2013) – Fragen und Antworten zu Nitrat und Nitrit in Lebensmitteln

Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit – Nitrat in Lebensmitteln

Maier-Nöth A. The Development of Healthy Eating and Food Pleasure in Infancy. Nestle Nutr Inst Workshop Ser. 2023;97:62-71. doi: 10.1159/000529008. Epub 2023 Apr 6. PMID: 37023737.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2016) – Pseudogetreide in der Säuglings- und Kleinkindernährung

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Kinder- & Jugendärzte im Netz (2023) – Kein Fencheltee für Kinder unter 4 Jahren

ÖKO-TEST (2025) – Baby-Kräutertee im Test: Estragol als Problem – Grenzwert ist dringend nötig

Krebsinformationsdienst (2025) – Ist Fencheltee für Babys krebserregend?

Gabrielle Kleinhenz | Beikost, Baby-led Weaning, Familiengerichte: Illustration eines fröhlich lachenden Gesichts einer dunkelhäutigen Person mit voluminösem, lockigem Haar. Sie trägt  eine runde, weiße Brille und kleine Perlenohrringe. Der Hintergrund ist gelb.

Hi, ich bin Gabrielle

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Hier findest du alles für glückliche Kinderbäuche und entspannte Elternherzen 💛

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💛

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