Schnelles Vollkornbrot ohne Salz für Babys

salzfrei, zuckerfrei, ab Beikoststart

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Brot Baby ohne Salz

So backst du Vollkornbrot ohne Salz für Babys und Kleinkinder:

Dieses Brot klingt fast zu schön um wahr zu sein – Vollkorngetreide, kaum Aufwand, einfach und super saftig. Ganz ohne Salz, Zucker oder andere Zusätze. Das Beste: Es ist bereits ab Beikoststart für Babys geeignet.

 

1. Warum du das Brot für dein Baby ausprobieren solltest?

 

Vollkorn:

Das Brot besteht aus Vollkornmehl, was im Gegensatz zu hellem Mehl viele Vorteile hat. Beim Vollkornmehl wird das ganze Getreidekorn mit Schale, Mehlkörper und Keim vermahlen. Dadurch enthält es mehr Ballaststoffe, Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Es sättigt besser, fördert die Verdauung und hat eine Vielzahl an positiven Auswirkungen auf die Gesundheit.

Kaum Aufwand:

Im Vergleich zu anderen selbstgebackenen Broten ist bei diesem Vollkornbrot ohne Salz für Babys keine lange Gehzeit nötig. Als gestresste Mama oder gestresster Papa hat man oft keine Zeit für besonders aufwendige Rezepte und langes in der Küche stehen. Wenn dir das genauso geht, bist du hier richtig. Um alle Zutaten zusammenzumischen benötigst du max. 10 Minuten.

Salz- und zuckerfrei:

Babys sollten pro Tag max. 1 g Salz zu sich nehmen (Kleinkinder ab 1 Jahr max. 2 g). Dieses Maximum kann vor allem mit Fertigprodukten schnell erreicht werden. Gekauftes Brot, egal ob vom Bäcker oder aus dem Supermarkt, enthält oft viel Salz. Wenn du langes Inhaltsstofflisten lesen und vergleichen umgehen möchtest, um das salzärmste Brot für dein Baby zu finden, bietet es sich daher an das Brot selbst zu backen. So kannst du zu 100% selbst entscheiden was hinein kommt. Dieses Vollkornbrot kommt ganz ohne Salz aus und auch auf Zucker wird hier komplett verzichtet.

Brot Baby 6 Monate

➡️ Du stehst noch am Anfang der Beikostreise? Dann ist mein ultimativer BLW-Guide genau das Richtige für dich. Dort erkläre ich alles zum Thema Baby-led Weaning ganz ausführlich.

2. Schnelles Vollkornbrot ohne Salz für Babys – so stellst du es selbst her

 

Du brauchst: 

500 g Vollkornmehl (Weizen oder Dinkel)

450 ml Wasser

2 Päckchen Trockenhefe oder 1 Würfel Frischhhefe

2 EL Obstessig

 

Zubereitung  mit Trockenhefe:

 

1. Gib das Mehl und die Trockenhefe in eine Schüssel und vermische alles mit Hilfe eines Löffels gut miteinander.

2. Füge das handwarme Wasser (nicht zu heiß) und den Essig hinzu und verrühre alle Zutaten. Dies kannst du entweder mit den Knethaken deines Handmixers oder in einer Küchenmaschine tun.

3. Wenn nötig, fette deine Kastenform und gib den Teig hinein.

4. Stelle dann die Form in den kalten (!) Backofen auf den mittleren Rost und backe das Brot bei 200 °C Ober-/ Unterhitze bzw. 180 °C Umluft für 1 Stunde. Sollte das Brot während des Backens etwas zu dunkel werden, decke es einfach mit Alufolie ab.

5. Nimm das Brot am Ende der Backzeit aus dem Ofen und lasse es abkühlen.

 

Zubereitung mit frischer Hefe:

 

1. Zerbrösle den Hefewürfel in 100 ml des benötigten Wassers, es sollte etwa lauwarm sein, vermische beides bis sich die Hefe komplett aufgelöst hat. Gib dann noch einen Esslöffel des Mehls hinzu. Lass diese Mischung 10 bis 15 Minuten an einem warmen Ort stehen.

2. Gib nun das Mehl in eine Schüssel und füge die Wasser-Hefe-Mischung, die restlichen 350 ml warmes Wasser und den Essig zum Mehl hinzu.

3. Verrühre alle Zutaten. Dies kannst du entweder mit den Knethaken deines Handmixers oder in einer Küchenmaschine tun.

4. Wenn nötig, fette deine Kastenform und gib den Teig hinein.

5. Stelle dann die Form in den kalten (!) Backofen, auf den mittleren Rost, und backe das Brot bei 200 °C Ober-/ Unterhitze bzw. 180 °C Umluft für 1 Stunde. Sollte das Brot während des Backens etwas zu dunkel werden, decke es einfach mit Alufolie ab.

6. Nimm das Brot am Ende der Backzeit aus dem Ofen und lasse es abkühlen.

 

Eine langes Gehen des Teigs ist bei diesem Rezept nicht nötig. Die Zeit, die dein Ofen benötigt um auf die eingestellte Temperatur zu kommen, reicht aus um die Hefe in Gang zu bringen.

 

Tipp:

Wenn dein Brot fertig und abgekühlt ist, schneide es in Scheiben und friere es ein. So hält es sich bis zu 3 Monate. Du kannst es dann einfach in Scheiben entnehmen und mit der Auftaufunktion des Toasters auftauen. So hast du immer frisches, selbstgebackenes Brot für dein Baby vorrätig.

 

 

Brot Baby was drauf

3. Was bei Brot für Babys und Kleinkinder noch zu beachten ist?

Brot für Babys

1. Setze bei der Wahl des Getreides vor allem auf Vollkorn

Beim Vollkornmehl wird das komplette Getreidekorn mit Schale, Mehlkörper und Keim vermahlen. Dadurch enthält es mehr Ballaststoffe, Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Ob du dich dabei für Weizen, Dinkel, Roggen oder ein anderes Getreide entscheidest bleibt dir überlassen.

Achte aber darauf, dass das Brot deiner Wahl fein vermahlen ist. Grobe Körner, Saaten oder Nüsse können ein Verschluckungsrisiko darstellen.

❗ Was noch zu beachten ist um das Verschluckungsrisiko so weit wie möglich zu minimieren, erfährst du in meinem Blogbeitrag Die große Angst vor dem Verschlucken

2. Die richtige Größe

Zum Beikoststart kannst du deinem Baby die Brotstreifen etwa fingerlang und fingerbreit anbieten, um ihm das Essen zu erleichtern. Ist der Pinzettengriff ausgereift (ca. um den 9. bis 10. Lebensmonat) sind auch kleinere Stücke möglich.

3. Leicht antoasten

Weiches Brot, wie Toastbrot, kann in Verbindung mit Speichel schnell klumpig werden oder am Gaumen kleben. Das ist für dein Kleines nicht nur ziemlich unangenehm, sondern kann auch zum Verschlucken führen. Toaste das Brot ganz leicht an. So hat es etwas mehr Gripp und ist nicht ganz so klebrig.

4. Auf den Salzgehalt achten

Babys unter einem Jahr sollten max. 1 g Salz pro Tag zu sich nehmen. Auch wenn wir es oft nicht ganz auf dem Schirm haben, aber Brot kann sehr viel Salz enthalten. Hier und da noch ein paar andere salzhaltige Lebensmittel und die Empfehlung von 1 g ist schnell erreicht.

Um das zu umgehen, kannst du natürlich dein eigenes salzfreies Brot backen oder auf die Inhaltsangabe von verpackten Broten achten. (Vorsicht: Abgepackte Brote enthalten übrigens oft Zucker oder Honig). Vergleiche Produkte miteinander und entscheide dich für die salzärmste Variante (am besten unter 1 g Salz pro 100 g).

Kaufst du dein Brot beim Bäcker, frag einfach nach dem Salzgehalt der Brote. Ein guter Bäcker sollte dir darauf Antwort geben können.

➡️ Schau dir doch mal meinen Post über ungeeignete Lebensmittel und Zutaten in der Beikost an. Dort findest du noch viele weitere wichtige Infos.

 

Darfs zum Frühstück was anderes als Brot sein?

Wie wär’s denn damit:

 

 

 

Vollkornbrot selber backen

Vollkornbrot für Babys

Dieses Brot klingt fast zu schön um wahr zu sein – Vollkorngetreide, kaum Aufwand, einfach und super saftig. Ganz ohne Salz, Zucker oder andere Zusätze. Das Beste: Es ist bereits ab Beikoststart für Babys geeignet
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Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 1 Stunde 5 Minuten
Gericht Baby Led Weaning, Brot
Portionen 1 Kastenform

Kochutensilien

  • Kastenform

Zutaten
  

  • 500 g Vollkornmehl
  • 2 Päckchen Trockenhefe oder 1 Würfel Frischhefe
  • 450 ml Wasser
  • 2 EL Obstessig

Anleitungen
 

  • Gib das Mehl und die Trockenhefe in eine Schüssel und vermische alles mit Hilfe eines Löffels gut miteinander.
  • Füge das handwarme Wasser (nicht zu heiß) und den Essig hinzu und verrühre alle Zutaten. Dies kannst du entweder mit den Knethaken deines Handmixers oder in einer Küchenmaschine tun.
  • Wenn nötig, fette deine Kastenform und gib den Teig hinein.
  • Stelle dann die Form in den kalten (!) Backofen auf den mittleren Rost und backe das Brot bei 200 °C Ober-/ Unterhitze bzw. 180 °C Umluft für 1 Stunde. Sollte das Brot während des Backens etwas zu dunkel werden, decke es einfach mit Alufolie ab.
  • Nimm das Brot am Ende der Backzeit aus dem Ofen und lasse es abkühlen.

Notizen

➡️ Die Anleitung für die Zubereitung mit frischer Hefe, findest du im Blogpost
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Hi, ich bin Gabrielle

Schön, dass du da bist!

Gesunde Ernährung für Kinder muss nicht schwierig und schon gar nicht langweilig sein. Ich zeig dir wie’s geht!

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19 Kommentare

  1. Nora

    5 Sterne
    Hallo!

    Danke für dieses unglaublich schnelle und einfache Rezept! Ich habe 400 g Dinkel-Vollkorn-Mehl und 100 g Roggen-Vollkorn-Mehl genommen, ansonsten strikt nach Anweisung. Da ich Sorge hatte, dass auch mein Backofen vielleicht zu schnell vorheizt, habe ich eine viertel Stunde lang die Temperatur langsam erhöht: erst auf 50, dann 100 und dann eine Stunde lang auf 200 Grad. Das Brot ist super fluffig und saftig und wunderbar hoch gegangen! Und es schmeckt bis auf das fehlende Salz ganz prima!
    Danke!!!

    Liebe Grüße!

    Antworten
  2. Cori

    Ich möchte das Rezept unbedingt probieren. Klingt super und unkompliziert.
    Kann man es auch mit Roggenmehl backen? Habe mal gehört, das wäre nur für Sauerteig geeignet. Hast du da Erfahrung?

    Antworten
    • Gabrielle

      Hallo Cori,
      danke für deinen Kommentar. Ich habe das Brot noch nicht mit Roggenmehl ausprobiert, sondern nur mit Weizen- und Dinkelvollkornmehl.
      Ich weiß, dass es ein paar Tricks gibt wie Roggenbrot auch ohne Sauerteig funktioniert (z.B. indem man Essig und Joghurt dazu gibt), aber selbst habe ich das noch nicht gemacht. Wenn du das Rezept mit Roggenmehl ausprobieren möchtest, kannst du ja vielleicht auch erstmal nur einen Teil des Mehls ersetzen. Viel Erfolg!

      Antworten
    • Laura

      Hab das Rezept 1:1 nachgemacht und das Brot war (trotz ordentlich einfetten) so festgebrannt an meiner Form, dass ich nur mit Gewalt es irgendwie rausbekommen hab. Jedenfalls ist es komplett zerfleddert. Hatte ich bei anderen Rezepten noch nicht.

      Antworten
      • Gabrielle

        Das tut mir sehr leid zu hören.

        Ich kenne das so auch nicht. Normalerweise rutscht das Brot, nach dem Abkühlen, immer einfach so problemlos aus der Form raus. Aus der Ferne lässt sich jetzt natürlich nicht sagen was da schief gelaufen ist.
        Ich hoffe du hast bei den nächsten Brotbackversuchen mehr Erfolg.

        Liebe Grüße
        Gabrielle

        Antworten
  3. Gwen

    5 Sterne
    Moin, ich stelle mir gerade die Frage welcher Obstessig geeignet ist (für 11 Monate) xD
    Ist damit Apfelessig gemeint oder könnte man auch Balsamico verwenden? Bin neu im Brotback-Game…
    Danke schon einmal

    Antworten
    • Gabrielle

      Hi Gwen,
      ich benutze am liebsten einen milden Essig wie Apfelessig oder weißen Balsamico. Du kannst aber auch dunklen Balsamico benutzen. Da könnte es nur sein, dass er dir dein Brot ein bisschen dunkler färbt.
      Viel Erfolg beim ersten Brot. Lass mich gerne wissen wie’s gelaufen ist.

      Antworten
      • Gwen

        5 Sterne
        Moin, das Backen ging super mit Apfelessig und Dinkelvollkornmehl. Leider ist das Brot sehr flach geworden. Brauche ich eine kleinere Form? Meine ist eine Kastenform mit 31er Länge, die ich bisher nur für Kuchen verwendet hatte.

        Antworten
        • Gabrielle

          Hi nochmal und danke für’s Feedback.
          An der Form dürfte es nicht liegen. Ich benutze auch immer ne 31er-Kastenform. Vielleicht heizt dein Ofen ein bisschen schneller vor?
          Wir stellen das Brot ja in den kalten Ofen. In der Zeit, die der Ofen braucht um auf die Temperatur zu kommen, kommt die Hefe in Gang. Vielleicht ist der Vorgang bei dir zu schnell abgelaufen und die Hefe hatte nicht genug Zeit? Du könntest versuchen das Brot vor dem Backen 30 Minuten abgedeckt an einen warmen Ort zu stellen.
          Ich hoffe das Ergebnis war trotzdem essbar.

          Antworten
          • Nadine

            5 Sterne
            Wird heut nach gebacken 🙂
            Kann man aber den Essig auch komplett weg lassen? Oder für was ist der gedacht?

          • Gabrielle

            Hi Nadine,
            im Vergleich zu anderen Brotrezepten ist das hier ja ein sehr schnelles.
            Der Essig ist dafür da die Prozesse, die beim Brotbacken stattfinden, ein bisschen zu beschleunigen. Er hilft dabei, ein stabileres Endergebnis zu bekommen und sorgt dafür, dass das Brot nicht zu „hefig“ schmeckt.
            Erzähl mir unbedingt wie du das Rezept findest, wenn du es ausprobiert hast.

            Liebe Grüße

          • Jenny

            Hallöchen :), ich möchte dein Rezept gerne am WE ausprobieren, bin mir aber unsicher bzgl der Hefemenge. Lt Hersteller reicht ein Tütchen für 500gr, du nutzt 2. Liegt das am Vollkorn? Viele Grüße

          • Gabrielle

            Hallo Jenny,

            ja, genau. Die Hefemenge liegt zum einen am Vollkornmehl und zum anderen an der geringen Gehzeit des Brotes.
            Falls du es schon ausprobiert hast, lass mich gerne wissen wie du es findest.

            Liebe Grüße
            Gabrielle

      • Steffi

        5 Sterne
        Spitze.
        Vielen Dank für das tolle Rezept! Endlich mal ein Rezept, das man wirklich 1zu 1 nachbachen kann und das Brot hinterher auch essen kann. DANKE

        Antworten
        • Gabrielle

          Das freut mich total zu hören. Genau so soll’s sein.
          Herzlichen Dank für deinen Kommentar!

          Antworten
  4. Rahel

    5 Sterne
    Gerade das erste Mal ausprobiert und bin total begeistert. Das gibt’s jetzt öfter 🥰 lieben Dank fürs Rezept 🤗

    (Dinkelvollkornmehl)

    Antworten
    • Gabrielle

      Das freut mich zu hören! Sehr, sehr gerne 💛

      Antworten
  5. lenismama

    5 Sterne
    habe das brot jetzt schon ein paar mal ausprobiert und gelingt wirklich immer wieder toll. danke! 🙂

    Antworten
    • Gabrielle

      Schön, dass es so gut für dich funktioniert

      Antworten
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